Außenansicht Mauretanien: EITI-App stärkt Transparenz im Rohstoffsektor

Im November 2017 ging die weltweit erste EITI-App online. Wie kann der Bevölkerung ein besserer Zugang zu Informationen über die staatlichen Einnahmen aus der Bergbau- und Ölindustrie ermöglicht werden? Dieser Frage stellten sich im Frühjahr 2017 insgesamt 21 Studierende der Universität Nouakchott bei einer vom nationalen EITI-Sekretariat mit Unterstützung der GIZ veranstalteten App-Challenge. Ziel war die Suche nach digitalen Lösungen, um die in den sehr technisch gehaltenen EITI-Berichten präsentierten Schlüsselinformationen leicht verständlich darzustellen und in Umlauf zu bringen

Wie kann der Bevölkerung ein besserer Zugang zu Informationen über die staatlichen Einnahmen aus der Bergbau- und Ölindustrie ermöglicht werden? Dieser Frage stellten sich im Frühjahr 2017 insgesamt 21 Studierende der Universität Nouakchott bei einer vom nationalen EITI-Sekretariat mit Unterstützung der GIZ veranstalteten App-Challenge. Ziel war die Suche nach digitalen Lösungen, um die in den sehr technisch gehaltenen EITI-Berichten präsentierten Schlüsselinformationen leicht verständlich darzustellen und in Umlauf zu bringen.

Die Gewinner der dreitägigen App-Challenge konnten ihren kreativen Vorschlag mit Unterstützung des nationalen Sekretariats und der GIZ in die Realität umsetzen. Im November 2017 ging damit die weltweit erste EITI-App online. Die Applikation für Android ist bewusst einfach gehalten und soll zur weiteren Lektüre der Berichte anregen. Durch das integrierte Glossar mit den wichtigsten Begriffen des Sektors bietet sie zudem eine Arbeitshilfe für die verschiedenen Akteure der Multi-Stakeholder-Gruppe (MSG). Zusätzlich gibt es die Möglichkeit, direkt Kontakt mit dem Sekretariat von EITI in Mauretanien aufzunehmen. Durch ihre offline-Funktionalität kann die App auch ohne Internetzugang von der Bevölkerung und Zivilgesellschaft in den vom Bergbau geprägten ländlichen Regionen genutzt werden.

Mit dem aktuellen Standard von 2016 fördert EITI die kritische Diskussion der länderspezifischen Informationen in der öffentlichen Debatte. Im Auftrag des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) begleitet die GIZ mit dem „Programme de Renforcement de la Décentralisation et des Finances Publiques“ (ProDeF) das nationale EITI-Komitee dabei, die Konformität Mauretaniens mit den EITI-Standards mittels moderner Informationstechnik sicherzustellen.

Die Architektur der bereits entwickelten App ist einfach aufgebaut und kann leicht von anderen Ländern adaptiert werden. Ein weiteres Projekt der mauretanischen EITI für 2018 ist die Entwicklung eines Data Warehouses, welches die Informationsquellen des jährlichen Berichts vereint und damit die Berichterstattung effizienter gestaltet. Fazit? Die Zukunft in Mauretanien ist digital!